Ein neues Gesicht für 30000 DM
Dezember 1967
Ein neues Gesicht für 30000 DM
Das Sportplatzgelände in Heidenau soll umgestaltet werden
HEIDENAU. Im kommenden Jahr können die Heidenauer ihr Schützenfest wieder auf dem Sportplatzgelände feiern! Der Gemeinderat gab auf seiner öffentlichen Sitzung sein Ja-Wort. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Platz in einem ordentlichen Zustand wieder zur Verfügung gestellt wird und der Schützenverein für entstandene Schäden aufkommt.
Die Schausteller sollen angehalten werden, nach Möglichkeit nicht mit „schwerstem Geschütz“ auf den Platz aufzufahren, sondern diese Fahrzeuge abseits abzustellen.
Wie der Erste Vorsitzende des TSV Heidenau, Helmut Detjen, vor dem Gemeinderat äußerte, stehe sowieso die Gestaltung des künftigen Sportplatzgeländes für Heidenau an.
„Der Verein werde vor das Problem gestellt, dass eines Tages der Platz gesperrt werden muss. Deshalb sollte rechtzeitig geplant werden.“
Helmut Detjen, Erster Vorsitzender des TSV Heidenau
Erste Verhandlungen mit dem Kreis-Turn- und Sportbund seien angebahnt. Zuschüsse für 1968 könnten aber noch nicht erwartet werden.
Nach Schätzungen dürfte die Neugestaltung des Sportplatzes – der Platz müsste umgelegt werden – circa 30.000 DM Kosten verursachen. 15.000 DM seien eventuell als Zuschüsse für ein derartiges Vorhaben zu erwarten. 5.000 DM müsste der TSV Heidenau dann bereitstellen und die Gemeinde Heidenau noch 10.000 DM beisteuern.
10.000 DM würde die Instandsetzung des alten Sportplatzes kosten. Zuschüsse wird es aber nur geben aus dem großen Topf bei der Neuanlage einer Sportstätte. Ein großes Handicap sind für Heidenau die gemeindeeigenen Wohnbaracken auf dem Sportplatz. Systematisch sollte die Gemeinde hier ein Barackenräumungsprogramm verfolgen, denn die Unterkünfte waren nicht als Dauerwohnungen deklariert.
Der Gemeinderat steht dem Vorhaben des TSV Heidenau, einmal den Sportplatz neu zu gestalten und damit einen Mittelpunkt des Ortes zu schaffen, der auch der Schuljugend zugutekommt, wohlwollend gegenüber, wie die Diskussion auf der Ratssitzung ergab.
