Heidenauer Handballfest
März 1992
Heidenauer Handballfest
khk Heidenau – Die traditionellen Handballtage von Heidenau hatten es in sich: An drei Tagen weilten 34 Mannschaften aus ganz Deutschland und aus Dänemark in dem kleinen Heideörtchen. Der rührige Abteilungsleiter Heinz Eickhoff und Günter Pabst, aber auch zahlreiche weitere unentbehrliche Helfer, sorgten für die private Unterbringung aller 80 Teilnehmer aus den neuen Bundesländern.
Mit einem besonders lauten und freundlichen Hallo wurde Klaus Lehmann einmal an seiner einstigen Wirkungsstätte TSV Heidenau begrüßt. Er ist der beruflich in der künftigen Hauptstadt Berlin wirkende ehemalige 1. Vorsitzende des Vereins, kam als Manager mit den aus der 1. Bundesliga abgestiegenen Frauen des BFC 49 Berlin zurück. Nicht sehr erfolgreich: Seine „Reisetruppe“ mit Marion Tietz, der einstigen DDR-Auswahlspielerin, als einem der einzigen Aushängeschilder, verlor das Endspiel der Damen gegen Regionalligist MTV Tostedt mit 4:6.
Für ein Finale einfach die kurze Spielzeit für beide Teams, um einiges zeigen zu können.
— Marlis Hölscher, Tostedts Trainerin
Die sucht übrigens noch immer nach einer geeigneten Spielerin für die kommende Saison, nachdem erste unverbindliche Vorgespräche mit Buxtehudes Ina Schwenkschenko aufgrund der neuen Lage in Buxtehude wohl nicht mehr aussichtsreich erscheinen.
Bei den Männern überragte die dänische Zweitligist HG Skjern diesmal alles. Im Endspiel schlug er den Heidenauer Namensvetter und Freundschaftspartner SSV Heidenau (bei Dresden) sicher mit 6:3 Toren. Und: Das Großfeldturnier – übrigens das einzige in ganz Nordostdeutschland und deshalb immer wieder so beliebt – ging bei den jüngeren Jahrgängen an die HSG Lüneburg und bei den „Oldies“ (über 35) an den Pokalverteidiger TuS Jahn Hollenstedt.
Grillabend oder Riesenfeier führten Gastgeber und Gäste für feuchtfröhliche Stunden zusammen. Und der Termin der 18. Heidenauer Handballtage steht schon fest. Man trifft sich in alter Frische vom 20. bis 23. Mai 1993 wieder.
Martin Lorenz (Nr. 4, rechts) vom Turnierdritten Humboldt Berlin greift gegen Heidenaus Jürgen Marquardt kräftig zu. Foto: Becker