1946 – Heidenau 2. Herren gegen Jugoslavische 2. Herren
14. April 1946
Sportbericht vom: FUSSBALLSPIEL
HEIDENAU II. Herren gegen JUGOSLAVISCHE II. Herren
Am 14.4.46 auf dem Sportplatz Heidenau – Beim Anpfiff dieses Spieles stand unsere zweite Herren in nachstehender Aufstellung:

Friedel Meyer, Gnädig, Zimmermann, Ehr. Tödter, Wenzien, Poppe, W. Tödter, Knüppel, W. Tödter, Möller, Bellmann
Der Ball blieb die erste Zeit des Spieles in der Nähe der Mittellinie, wurde kaum bis zur 16-m-Linie vorgedrückt und die zahlreich erschienenen Zuschauer aller Nationen waren eigentlich etwas enttäuscht.
Nach der ersten Viertelstunde zeigte sich aber doch eine Überlegenheit der Heidenauer. Besonders Möller und Gnädig, die zwar oft genug an den Plätzen anderer standen, fielen im Spiel zur guten Seite hin auf.
Es gab während dieser Halbzeit aber Szenen, bei denen selbst die beiden Mannschaften vor Lachen kaum noch laufen konnten, denn es wurde mit solch heroischem Ernst an dem Leder vorbeigeschlagen und vorbeigelaufen, dass von einer „Täuschung“ nicht mehr die Rede sein konnte. Aber es handelte sich hierbei um Einzelszenen, die nach der ersten Halbzeit ganz wegfielen.
Das erste Tor dieses Fußballkampfes war eines von unserem Mittelstürmer! Leider aber ins eigene Netz! Friedel war auf ein Zurückgeben des Balles nicht gefasst und ließ den langsam auf ihn zurollenden Ball genau so ruhig durch seine Arme durchlaufen. Wahrhaftig ein sehenswertes Schauspiel. Immerhin – es stand 0:1!
Von Zeit zu Zeit überkommt Gnädig ein ausgesprochenes Torschussverlangen, wie wir es bereits mehrfach erlebt haben. So auch heute. Wenige Minuten nach dem Eigentor fetzte „Heinz“ den Ball bei den anderen rein. Für einen Verteidiger eine beachtenswerte Leistung.
Auch in der zweiten Halbzeit bewies unsere Elf ihre Überlegenheit. Wenn auch am Anfang einige erfolgversprechende Durchbrüche nicht zum Ziele führten, so spielten die Mannschaften doch vorwiegend in der gegnerischen Hälfte.
Ein Strafstoß, von Gnädig getreten, von Willi Tödter nachgeschossen, erhöhte auf 2:1. Wer in der zweiten Halbzeit was spielte, ließ sich leider durchaus nicht erkennen, da dieselben Spieler mal im Sturm aufs Tor schossen, um etwas später als Verteidiger ihren Mann zu stehen. Aber „nichtsdestotrotz“ war das Spiel entschieden lebhafter und interessanter als in