Der Wanderpokal bleibt in der Nachbarschaft
Mai 2001
Der Wanderpokal bleibt in der Nachbarschaft
SV Beckdorf holt sich den Turniersieg bei den Heidenauer Handballtagen
mf Heidenau – Der Pott blieb in der Nachbarschaft, und das zum ersten Mal. Jahrelang verbrachte der Männer-Wanderpokal der Heidenauer Handballtage in Dänemark oder Berlin, reiste einst zum Turnier wieder mit dem Bus an. Nun wird er ein Jahr lang in der Vitrine des SV Beckdorf untergebracht sein. Ob sich der glänzende Becher dort heimischer fühlt und länger bleiben will? Bei den Frauen gewann allerdings mit dem BV Berlin SV ein Hauptstadt-Team. Die Beckdorfer Handballerinnen wurden als beste Frauenmannschaft aus den Landkreisen Harburg und Stade Vierte.
Bei den Frauenmannschaften traten neun Teams in zwei Gruppen gegeneinander an. TuS Jahn Hollenstedt beendete die Gruppenspiele als Dritter, verfehlte somit knapp das Spiel um Platz drei. Auch für den Gastgeber TSV Heidenau war nach der Vorrunde Schluss. Im 15-minütigen Finalspiel um den Turniersieg trennten sich BV Berlin SV und TSC Friedenau mit 9:2. SV Beckdorf unterlag dem Zweiten der Parallelgruppe, SV Blankenese I, schließlich mit 2:6.
In der Herrenkonkurrenz waren aufgrund kurzfristiger Absagen in diesem Jahr zu wenig Mannschaften angereist. Nur insgesamt sieben Teams spielten den Turniersieg in der Halle Schützenstraße in Tostedt untereinander aus. Wegen der geringeren Teilnehmerzahl wurde ausnahmsweise nach dem Motto jeder gegen jeden gespielt.
Obwohl damit das Finalspiel entfiel, entschieden wurde das Turnier dann doch erst in einer einzigen Partie. Die dänischen Gäste der HG Skjern verloren mit 4:5 denkbar knapp gegen den SV Beckdorf, der am Ende ohne Niederlage blieb. Die Beckdorfer hatten mit nur einem Unentschieden gegen den späteren Dritten TSC Friedenau einen Punkt mehr in der Abschlusstabelle.
Obwohl mit Handbällen, Taschen, Ballsäcken und Verbandskästen attraktive Sachpreise zusätzlich zu den Pokalen ausgespielt wurden, antworteten im Vorfeld zu den Heidenauer Handballtagen kaum neue Mannschaften auf die zusätzlich verschickten Einladungen. Das soll sich nun im kommenden Jahr ändern.
Das nächste Mal wollen wir auf jeden Fall versuchen, wieder mehr Herrenmannschaften zu bekommen, es ist immer schade, wenn es kein richtiges Finale gibt.
— Verena Meier, Turnier-Organisatorin
Bildunterschriften: Der Eyendorfer Sven Schmidt hat alle Gegenspieler stehen lassen und kann auf das Tor werfen. Familiäre Atmosphäre in einer Turnierpause: Die Hollenstedter Frauen Mutter Silke Thielsch, „Babysitter“ Nina Herrmann, Henrike Heins und Lena Pellewessel (von links) kümmern sich um den Nachwuchs. Fotos: WALTER