Hallen-Standort steht
Mai 2002
Hallen-Standort steht
Anette Randt seit über 100 Tagen Bürgermeisterin von Heidenau
hc. HEIDENAU. Eine nette Überraschung haben sich jetzt die Mitglieder der CDU-Fraktion im Heidenauer Gemeinderat für „ihre“ Bürgermeisterin Anette Randt (38) ausgedacht. Mit Blumen und Sekt wurde sie von den Kollegen in ihrem eigenen Haus überrascht. Der Grund: Die ersten 100 Tage ihrer Amtszeit sind verstrichen. Das WOCHENBLATT nahm dies zum Anlaß für ein Gespräch mit Anette Randt über ihre Arbeit als Chefin von Heidenau.
WOCHENBLATT: Frau Randt, wie kommen Sie mit dem Bürgermeisteramt zurecht?
Ich habe jetzt eine Aufgabe. Das ist wichtig für mich. Das hatte ich als Hausfrau vorher nicht. Daß eine Menge Arbeit auf mich zukommt, damit habe ich gerechnet, und das ist auch in Ordnung so.“
— Anette Randt
WOCHENBLATT: Sie sind noch nicht sehr lange in der Kommunalpolitik aktiv. Seit Oktober sitzen Sie für die CDU im Gemeinderat. Ist die mangelnde Erfahrung ein Problem für das Bürgermeisteramt?
Ich muß natürlich bei vielen Fragen erst einmal nachlesen oder bei den Kollegen im Rat oder bei der Samtgemeinde-Verwaltung nachfragen. Dadurch brauche ich länger, als jemand, der sich damit schon sehr lange beschäftigt. Aber die Zeit nehme ich mir.“
— Anette Randt
WOCHENBLATT: Sie haben vor ihrer Wahl angekündigt, der Samtgemeinde in den Hintern zu treten, damit es mit Heidenau vorangeht. Haben die Mitarbeiter der Verwaltung jetzt blaue Flecken an ihrem Allerwertesten?
Nein, denn das war gar nicht nötig. Die Samtgemeinde ist sehr kooperativ und hilfsbreit. Damit hätte ich so nicht gerechnet.“
— Anette Randt
WOCHENBLATT: Was war bisher das Highlight ihrer Amtszeit?
Das war die letzte Gemeinderat-Sitzung. Auf der wurde die Grundstücksfrage für die neue Turnhalle geklärt. Die neue Turnhalle wird auf dem Metzelfeld neben dem Schießstand stehen. Damit sind wir jetzt einen großen Schritt weiter. Das ist für Heidenau eine ganz wichtige Sache.“
— Anette Randt
WOCHENBLATT: Und wie sieht es mit dem Gewerbegebiet aus?
Auch da sind wir mittlerweile ein ganzes Stück vorangekommen. Bisher gab es Probleme mit der Ausgleichsfläche. Die sind nun gelöst. Ich bin sicher, daß es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis Bewegung in das Gewerbegebiet kommt.“
— Anette Randt
WOCHENBLATT: Wie gehen Sie mit Kritik an ihrer Politik um? Ärgert Sie das?
Nein, ich habe mir von vornherein auf die Fahnen geschrieben, Kritik an meiner Arbeit nicht persönlich zu nehmen. Wenn jemand mit mir als Bürgermeisterin unzufrieden ist, dann geht es um die Sache, nicht um meine Person. Außerdem trifft immer noch der Gemeinderat die Entscheidungen und nicht die Bürgermeisterin.“
— Anette Randt
WOCHENBLATT: Wie steht es mit der Bürgernähe? Kommen viele Heidenauer in ihre Sprechstunde?
Nein, das hält sich in Grenzen. Das liegt daran, daß die meisten mich direkt mit ihren Anliegen ansprechen. Ich bin ja vor Ort und auch oft erreichbar.“
— Anette Randt
Bildunterschrift: „Angriffe nehme ich nicht persönlich“ – Bürgermeisterin Anette Randt (CDU) Foto: hc