75 Jahre TSV Heidenau
1924 – 1999

Unsere Vereinsgeschichte

75 Jahre TSV Heidenau, ein hohes Alter und doch jung und lebendig geblieben. Die 75 Jahre der Vereinsgeschichte spiegeln eine Zeitgeschichte. Es mussten die schweren Zeiten des 2.Weltkrieges ĂŒberstanden werden, die Nachkriegszeit, in der wir alle von vorne beginnen mussten. Ich werde versuchen, die wichtigsten Etappen der ersten 50 Jahre zu schildern, ich entnehme sie der anlĂ€ĂŸlich des 50. JubilĂ€ums erschienenen Chronik, in der Hermann Aldag und seine Helfer alle wichtigen Namen, Daten und Ereignisse vorbildlich zusammengetragen haben.

Die Nachfolgenden 10 Jahre – 1974 – 1984 – hat unser damaliger Vorsitzender Klaus Lehmann recherchiert und in der Chronik zum 60. JubilĂ€um niedergeschrieben.

Die Turnbewegung Friedrich Ludwig Jahns gewann wie ĂŒberall zu Anfang des 20.Jahrhunderts auch die Herzen der Heidenauer Jugend, genauer gesagt die Herzen der Jugend von Everstorf und Avensen. Da lag der Gedanke nahe, einen Sportverein zu grĂŒnden.

An einem Sonntag im MĂ€rz 1924 trafen sich 17 turn begeisterte MĂ€nner im Gasthaus Bellmann und grĂŒndeten den Sportverein „MTV Avensen und Everstorf „.

Heinrich Kahrs – Geselle bei BĂ€cker Wichers – ist zu einem großen Teil die VereinsgrĂŒndung zu verdanken. Der “ Fremde “ Heinrich Kahrs kam aus Sittensen, er zeichnete sich durch großes turnerisches Können aus und brachte sportliche Ideale mit. Folgerichtig wurde er zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewĂ€hlt. 2. Vorsitzender wurde Christian Wichers, BĂ€ckermeister. Schuhmachermeister Heinrich Oelkers wurde Kassenwart. Diese verantwortliche TĂ€tigkeit ĂŒbte er bis 1939 aus.

BeitrÀge:

  • Kinder: 0,25 RM (Reichsmark)
  • Erwachsene: 0,50 RM (Reichsmark)

Bis 1939 ca. 50 Mitglieder.

Weitere GrĂŒndungsmitglieder waren:

Johann Lohmann, Wilhelm Detjen, Karl Detjen, Gustav Schmidt, Heinrich Martens, Wilhelm Tödter, August Tödter, Gustav Steinfeldt, Hermann Behrens.

In den ersten Vereinsjahren wurde GerĂ€teturnen und etwas Leichtathletik ausgeĂŒbt. Nur unter schwierigsten Bedingungen konnte Sport ĂŒberhaupt betrieben werden. Als ÜbungsstĂ€tte diente eine Wiese am Bahnhof, spĂ€ter wurde der Hof von Karl Detjen benutzt. GerĂ€te waren abgesĂ€gte Harkenstiele und eine ausgediente Göpelstange musste als Reckstange herhalten. Die UmstĂ€nde zur damaligen Zeit verglichen mit heute waren katastrophal. Aber alle Widrigkeiten konnten die Begeisterung und den Willen zur Leistung nicht bremsen. Turnvater Jahns Devise war in aller Munde: „Frisch, fromm, fröhlich, frei“.

Im Jahre 1925 wurde dem Verein ein Spielmannszug angegliedert, er untermalte schon damals die Turn- und Sportfeste musikalisch.

Vereinsgeschichte – ab 1925

Der MTV Avensen und Everstorf entwickelte sich schnell zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des Ortes. Die Feste verstand man ausgiebig zu feiern – allen voran Lehrer Schmidt. Ab 1926 wurde beim Kaufmann Ernst Bellmann auf dem Saal geturnt. TurngerĂ€te wurden mithilfe von großzĂŒgigen BĂŒrgerspenden angeschafft. Wirtschaftlich gesehen waren es schlechte Zeiten. Nach jeder Turnstunde wurde das elektrische Licht gelöscht. Damit es trotzdem weitergehen konnte, wurden Kerzen und Petroleumlampen auf die Tische gestellt. Trotzdem war diese Zeit bis zu den 30er Jahren die BlĂŒtezeit der Turnerei.

Die MTV Turnriege war auf allen Turnfesten – natĂŒrlich per Fahrrad anreisend – vertreten. In Sittensen, Westerhof, Hollenstedt, Tostedt usw. war man wegen der hohen turnerischen Leistung sehr gefĂŒrchtet. Nur gegen die Wohnster kam man nicht an – die waren noch besser.

1931 wurde im MTV der Fußball aufgenommen. Gespielt wurde zunĂ€chst auf der Wiese von Heinrich Busch. Dies konnte aber keine Dauerlösung sein, ein richtiger Sportplatz musste her. Auf dem jetzigen SportplatzgelĂ€nde wurde mit Schaufel, Hacke und Harke in Eigenarbeit ein Sportplatz geschaffen. An dieser Stelle sei besonders an Schneider Voß gedacht. Das GelĂ€nde stellte Herbens-Meier kostenlos zur VerfĂŒgung. Das alles passte dem Nachbarn Heinrich Stemmann wegen des LĂ€rms ĂŒberhaupt nicht. Er drohte den Sportplatz wieder umzupflĂŒgen und die Tore mit der Axt zu fĂ€llen. Schließlich einigte man sich gĂŒtlich. Trotz anfĂ€nglicher Begeisterung nahm das Interesse am Fußball nach 2 Jahren merklich ab. Schließlich wurde 1933 die Fußballabteilung aufgelöst.

Bis 1939 bestanden noch die beiden Sportarten Turnen und Leichtathletik. Lehrer Borchers und Gendarm Bock leisteten hier vorbildliches. Im Sommer des Jahres 1939 musste dann wegen politischer Ereignisse und Ausbruch des Krieges jeglicher Sportbetrieb eingestellt werden.

Im Jahre 1929 wurden die Orte Everstorf und Avensen zur Gemeinde Heidenau vereinigt.

Aus dem MĂ€nner-Turn-Verein Avensen und Everstorf wurde der Turn und Sportverein (TSV) Heidenau. An dieser Stelle seien die Vereinsvorsitzenden seit der GrĂŒndung genannt:

  • Heinrich Kahrs, BĂ€ckergeselle 1924
  • Wilhelm Detjen, Zimmermann Meister 1925
  • Heinrich Bellmann, Schmiedemeister 1928
  • Otto Borchers, Lehrer 1931 – 1939

Nach dem Krieg im Jahre 1945 begann auch in Heidenau der Sport wieder zu leben. Im Oktober 1945 wurde in Winsen der Kreissportbund (KSB) gegrĂŒndet. Der TSV, vertreten durch Werner Detjen, wurde in den KSB aufgenommen. Die ersten Vorsitzenden in den Nachkriegsjahren bis 1960 waren:

  • Gustav Detjen 1945
  • Heinrich Martens 1947
  • Kurt Bellmann 1948 – 1960

KassenfĂŒhrer von 1945 bis 1960 war Werner Detjen. Die Mitgliederzahl stieg von 15 im Jahre 1945 auf 120 im Jahr 1950 an. Zu der Zeit befand sich der Sportplatz im damaligen SĂŒdlager. UmkleiderĂ€ume gab es nicht, die Sportler waren der Witterung völlig ausgesetzt. Durch Eigenarbeit der Mitglieder wurde der neue Sportplatz (jetziges GelĂ€nde) hergerichtet und 1952 eingeweiht. Der neue Sportplatz war flankiert von Holzbaracken der Wehrmacht. Eine von diesen wurde als Umkleidekabine benutzt. Es begann die Zeit der großen fußballerischen Erfolge. Die 1. Herren spielte in der Bezirksliga, verstĂ€rkt durch Marinesoldaten, FlĂŒchtlinge und Vertriebene. Zu AuswĂ€rtsspielen fuhr man mit Bussen oder einem LKW mit HolzbĂ€nken, die in jeder Kurve umkippten. Ein Fahrzeug war jeweils mit Schlachtenbummlern voll besetzt. Vor jeder Abfahrt wurden Spenden fĂŒr die Fahrtkosten gesammelt.

Seit Ende der 40er Jahre besteht die Sparte Handball im Verein. Angeleitet von „Jupp“ Riese.

Über Werner Falje und Burke wurde mit einer Damenmannschaft auf dem Großfeld gespielt. Im Jahre 1954 wurde diese Abteilung leider wieder aufgelöst. Durch viele neue Angebote wie z.B. Tanzveranstaltungen und Kino ging die sportliche BetĂ€tigung zurĂŒck. Die Turnabteilung konnte den Saal bei Bellmann nicht mehr in dem Umfang nutzen, wie es erforderlich gewesen wĂ€re. Die Abteilung verkleinerte sich zusehends. 1957 wurde im Fußball durch das Engagement von Gerd Dreifert eine C-Jugend aufgebaut, mit der er sehr viele Erfolge zu verzeichnen hatte. Aus dieser Jugendmannschaft gingen viele LeistungstrĂ€ger des TSV hervor.

Vereinsgeschichte – ab 1958

1958 wurde die Sparte Turnen aufgelöst.

Ein Höhepunkt fĂŒr den TSV Heidenau war das Jahr 1952, in dem der Verein den Kreis-Turn- und Sporttag ausrichtete. Ein großes Ereignis fĂŒr den Verein, aber auch fĂŒr die ganze Gemeinde Heidenau.

Einhergehend mit vorstandsinternen Schwierigkeiten wurde 1960 das Vereinslokal gewechselt. Statt bis dahin bei Bellmann wurde nun im Gasthaus Meyer getagt. Das Vereinslokal ist bis heute das gleiche geblieben, nur die Inhaber haben zwischenzeitlich gewechselt. Der TSV hatte auch ansonsten Schwierigkeiten, die Mitgliederzahl schrumpfte auf 17. Von 1960 – 1965 fĂŒhrte Werner Detjen den Vorsitz, Kassenwart war GĂŒnter Oelkers. Die Mitgliederzahl stieg wieder auf ca. 110. Am Fußball Spielbetrieb waren jetzt zwei Herren- und zwei Jugendmannschaften beteiligt. Die Turner hatten es immer noch sehr schwer, da keine geeigneten ÜbungsstĂ€tten vorhanden waren. Einige AktivitĂ€ten konnten bei gutem Wetter im Freien erfolgen. Die Lehrer Stier (spĂ€terer Vorsitzender des KSB) und Schnitzer bemĂŒhten sich unermĂŒdlich um sportliche Unterweisungen. Mit großem Erfolg:

60 % aller SchĂŒler in Heidenau konnten schwimmen.

Die ungĂŒnstigen ÜbungsverhĂ€ltnisse fĂŒr alle Sparten machten der VereinsfĂŒhrung großes Kopfzerbrechen und ließen den Wunsch nach einer eigenen Turnhalle fĂŒr sportliches Training entstehen. Der Arbeit und dem unermĂŒdlichen Einsatz des damaligen TSV Vorstandes (1.Vorsitzender Werner Detjen), sowie der vollen UnterstĂŒtzung des damaligen Gemeinderates sind zu verdanken, daß im Jahr 1966 die neue Schulturnhalle vom TSV Heidenau als sportliche ÜbungsstĂ€tte ĂŒbernommen werden konnte. Damit konnten die Sportarten Tischtennis und Kinderturnen aufgenommen werden und die Mitgliederzahl des TSV stieg schnell auf ca.200 an. Von 1965 – 1967 fĂŒhrte Helmut Detjen mit Kassenwart GĂŒnter Oelkers den Vorsitz im TSV. Im Jahre 1968 ĂŒbernahm Hermann Aldag den Vorsitz im TSV Heidenau. Bis 1970 war GĂŒnter Oelkers noch Kassenwart, danach folgte fĂŒr ein Jahr Frau Stegmann und anschließend war Heinz Oelkers bis 1977 Kassenwart.

Die bestehenden Sportarten wurden ausgebaut und neue kamen hinzu, wie Damengymnastik, Jazzgymnastik, Kegeln, zeitweilig wieder eine MĂ€nnerturnabteilung, Leichtathletik, Turnen fĂŒr Mutter und Kind, sowie Kinder-Leistungsturnen, Handball und Volleyball. Bei diesem Sportangebot traten weitere Heidenauer dem TSV bei, etwa 350 Mitglieder zĂ€hlte der Verein im Jahre 1974. Man mußte das als ein Zeichen dafĂŒr werten, daß die VereinsfĂŒhrung mit ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg war. 1972 wurde der TSV Heidenau in das Vereinsregister eingetragen. In den Jahren um 1970 wurden PlĂ€ne fĂŒr den Neubau des Sportplatzes geschmiedet, da inzwischen die Baracken abgerissen waren und sich das ganze GelĂ€nde fĂŒr Sportanlagen anbot. Wiederum dank vorbildlicher UnterstĂŒtzung seitens der Gemeinde Heidenau und durch Eigenarbeit der Mitglieder konnten im JubilĂ€umsjahr 1974 (50 Jahre TSV Heidenau) zwei neue SportplĂ€tze eingeweiht und fĂŒr den Sportbetrieb freigegeben werden. Eine Flutlichtanlage fĂŒr Trainingszwecke sowie die Einfriedung der SportplĂ€tze kamen hinzu. Mit einem großen Festprogramm und einem Querschnitt durch die Breitenarbeit in den einzelnen Abteilungen feierte der TSV Heidenau im Jahr 1974 seinen 50. GrĂŒndungstag. Gegen Ende des Jahres 1974, dem JubilĂ€umsjahr mit seinen vielen Höhepunkten, die den Heidenauer Einwohnern die Breitenarbeit im Verein zeigten, zĂ€hlte der TSV 400 Mitglieder.

Vereinsgeschichte – ab 1975

Im Jahr 1975 fand der Gau-Turntag in Heidenau statt. Das Vereinssportfest des TSV fand bei alt und jung großen Anklang. Als der TSV im vergangenen Jahr sein 50jĂ€hriges Bestehen feierte, war es beschlossene Sache, alljĂ€hrlich den Sparten auf einem Vereinssportfest Gelegenheit zu geben, auf dem Sportplatz einen Querschnitt aus ihrer Arbeit darzubieten. Vor allem sollte aufgrund der regen Nachfrage nach leichtathletischer BetĂ€tigung ein sportlicher Dreikampf fĂŒr die Jugend der Auftakt des Sporttages sein. Das Fußballspiel Feuerwehr gegen Festausschuß endete mit einem 4:3 fĂŒr den TSV Festausschuß. Die Jazz-Gymnastikgruppe der Damen kam mit einem neuen großartigen Programm. Die Damengymnastikgruppe mußte Zugaben geben. Das Kinderturnen fand wie immer starke Aufmerksamkeit.

Auch die Handballabteilung beeindruckte. Der TSV Heidenau hat bereits ĂŒber 500 Mitglieder. Als neue Sparte kam Karate hinzu, aufgelöst wurde die Sparte Tischtennis. Im Anschluß an die erfolgreiche Epoche mit Hermann Aldag als Vereinsvorsitzenden ĂŒbernahm Anfang 1976 Dieter König den Vorsitz des TSV. AnlĂ€ĂŸlich interner Schwierigkeiten bei der Vorstandsarbeit und auch wegen des RĂŒcktritts des Kassenwartes Heinz Oelkers wurden fĂŒr die nĂ€chsten Neuwahlen zum Vorstand neue Richtlinien erarbeitet, die eine kontinuierliche Vereinsarbeit gewĂ€hrleisten sollten. Erstmals wurde eine merkliche Beitragserhöhung durchgesetzt, um dem TSV Heidenau zu gesunden wirtschaftlichen Beinen zu verhelfen.

Unser langjĂ€hriger Sozialwart Alexander Kisil ĂŒbernahm 1978 den Vereinsvorsitz. UnterstĂŒtzt vor allem durch den seit 1977 amtierenden Kassenwart Hans-Jörn Rauch, dem 2.Vorsitzenden Klaus Lehmann und dem SchriftfĂŒhrer Ernst-Adolf Lohmann als 3.Vorsitzenden wurde der TSV Heidenau vorbildlich gefĂŒhrt.

Die nachfolgenden arbeitsreichen Jahre hatten das Ziel, den TSV in jeder Hinsicht zum Erfolg zu fĂŒhren. Im Januar 1980 wurde das 500. Mitglied (der Jugendfußballer Jens Tödter) eingeschrieben. Zehn Jahre spĂ€ter spielte dieser Ausnahmefußballer in der Niedersachsenauswahl.

Die goldene Ehrennadel des TSV Heidenau wurde Werner Detjen und Adolf Schillawski fĂŒr besonders aktive Mitarbeit ĂŒberreicht.

Die silberne Ehrennadel des TSV, verliehen fĂŒr besondere sportliche Leistungen erhielten:

  • Karin Grage, sie spielte 7x in der Handballauswahlmannschaft Niedersachsens und
  • Harry Molzahn fĂŒr den Einsatz in der Karate Nationalmannschaft.

Im Jahr 1981 begann die Planung zur Errichtung eines weiteren Sportplatzes. Durch UnterstĂŒtzung des Gemeinderates mit BĂŒrgermeister Heinz Oelkers, als auch anderen Institutionen des Kreises und der Samtgemeinde wurden die PlĂ€ne in die Tat umgesetzt.

Die neue Sportanlage wurde anlĂ€ĂŸlich des 60.Gebutstages des TSV Heidenau eingeweiht.

Im Jahr 1982 erwarben zwei Übungsleiter des TSV – Monika Bartz und Gustav Nikolaj – die Lizenz zur Abnahme des Sportabzeichens. Schon 1983 wurden 60 Sportabzeichen abgenommen.

1983 kĂ€mpfte die Karate Nationalmannschaft mit Harry Molzahn gegen die Auswahl der TĂŒrkei in Tostedt. Karl Aldag kĂ€mpfte in Wilhelmshaven im Kegeln um den Titel des Niedersachsenmeisters. Im Kegeln wurden bei den Stadtmeisterschaften von Buchholz weitere gute Plazierungen erreicht. 1984 wurde die Fußball A-Jugend des TSV Heidenau unter starker Konkurrenz (Auetal) Staffelsieger. Die Jugendmannschaft, trainiert von GĂŒnther „Mike“ Meier und betreut von Hans-Jörn Rauch stieg in die Kreisliga auf. Zum 9.Male fand das Handball Turnier mit Großfeld- und Hallenspielen statt. In diesem Jahr wurden 52 Sportabzeichen abgenommen. In der Spielserie 1984/85 spielte die 1.Herrenmannschaft der Handballabteilung in der Kreisliga. Die 2.Herrenmannschaft spielte in der 1.Kreisklasse.

Das „jĂŒngste Kind“ des TSV, die Sparte Tennis, wartet auf die Errichtung einer Tennisanlage. Diese ist geplant fĂŒr 1984/85. AnlĂ€ĂŸlich des 60.JubilĂ€ums wurde die Zeit vom 08.-15.Juli 1984 zur Festwoche erklĂ€rt.

Vereinsgeschichte – ab 1985

1985 Der Sportplatzbau war abgeschlossen bis auf die Errichtung des Fangnetzes entlang des Schießstandes. Der Ablauf der Festwoche zum 60 jĂ€hrigen JubilĂ€um war zufriedenstellend. Die Turnerinnen erreichen beim Kreisturnfest hervorragende Plazierungen. Anke Kisil errang den 1., Anja Rauch den 2.Platz. Die Karate Abteilung hat sich stark vergrĂ¶ĂŸert, es wurde ein neuer Trainer verpflichtet. Ziel ist es, an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen.

Die 1.Mannschaft der Kegler belegt einen 2.Platz in der Bezirksklasse. Die 2.Mannschaft spielt in der Kreisklasse. Im Fußball stieg die 1.Mannschaft in die Kreisklasse ab.

BemĂ€ngelt wird vor allem das unsportliche Verhalten einiger Zuschauer auf dem Sportplatz. Der Fußball hofft wieder auf bessere Zeiten.

Beim Handball erreicht die 1.Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga. Das Großfeldturnier wurde mit 10 Mannschaften durchgefĂŒhrt. In diesem Jahr wird eine Mini – Handballgruppe aufgebaut. Der TSV Heidenau hat jetzt 510 Mitglieder. Es könnten ruhig ein paar mehr sein, aber einige Fußballer waren immer noch nicht beigetreten.

1986 Die Mitgliederzahl ist auf 540 gestiegen. Die Tennisabteilung umfaßt nun ca. 100 Mitglieder. Es werden 46 Sportabzeichen abgenommen, das sind 6 weniger als im Vorjahr.

Die Karateabteilung erreicht bei den Norddeutschen Meisterschaften den 4. Platz. Im Jugendfußball kann man, dank Dieter Lange, auf gute Erfolge zurĂŒckblicken. Im Herrenfußball wird mehr AktivitĂ€t gefordert. Die Altherren haben in der Kreisliga den 4.Platz belegt. Im Handball konnte der Jugendbereich verstĂ€rkt werden, es wurde außerdem eine Reise zur 750 Jahrfeier nach Berlin geplant.

1987 Die Abgaben an die VerbĂ€nde sind in den Jahren enorm angestiegen, eine Beitragserhöhung war unumgĂ€nglich. Auf der JHV vom 30.01.1987 wurde ĂŒber die Erhöhung abgestimmt. Der Antrag wurde mit 1 Gegenstimme und 3 Enthaltungen angenommen. In diesem Jahr konnten leider nur 32 Sportabzeichen abgenommen werden. Die Turndamen aus Regesbostel verlassen in diesem Jahr den TSV, da die eigene ÜbungsstĂ€tte fertig war.

Im Fußball hat die 1. Herrenmannschaft gute Chancen ins Kreispokalendspiel zu kommen.

Die Lage im Jugendfußball hat sich stark verschlechtert. Die Hallensportarten sind mehr gefragt. Vor allem im Bereich Turnen vergrĂ¶ĂŸern sich die Gruppen stĂ€ndig, auch viele Ă€ltere Menschen suchen den Weg zum Sport. Die Hallenfrage muß gelöst werden, die KapazitĂ€t reicht schon jetzt nicht mehr aus. Die Halle ist zu klein, die Gruppen zu groß.

1988 Erstmals in der Geschichte des TSV Heidenau soll eine Vereinszeitung herausgebracht werden. In unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden sollen die BĂŒrger von Heidenau ĂŒber die sportlichen Angebote und AktivitĂ€ten informiert werden. Unsere Redakteure Friedhelm Fitschen und JĂŒrgen Marquardt haben mit der ersten Ausgabe ĂŒberzeugen können. Unser sportliches Angebot – Turnen, Gymnastik, Fußball, Kegeln, Karate und Tennis konnte durch die neu gegrĂŒndete Wandergruppe und Tischtennis fĂŒr Jugendliche erweitert werden. Am 14.02.1988 wurde die erste Wanderung bei herrlichem Wetter mit gleich 40 Teilnehmern gestartet. Unser Wanderwart Hermann Grage und seine Stellvertreter hatten sich große MĂŒhe gegeben, und der Erfolg blieb nicht aus. Ab jetzt wird fĂŒr jedes Jahr ein Wanderkalender herausgegeben.

Seit MĂ€rz kann unsere Jugend zwischen 10 und 15 Jahren Tischtennis spielen, vorerst soll nicht an Punktspielbetrieben teilgenommen werden. Trainiert wird diese Gruppe im Wechsel von Hans-Jörn Rauch, Peter Lomnytschuk und Michael Rauch. Unsere 1.Herren im Fußball ist aufgestiegen in die Kreisliga. Die mĂ€nnliche B-Jugend der Handballabteilung hat die Kreismeisterschaft gewonnen. Am 01.Januar 1988 hat der TSV 547 Mitglieder. Aufgrund der stĂ€ndig steigenden Mitgliederzahl blieb der Gedanke fĂŒr eine geeignete SportstĂ€tte der Hallensportarten natĂŒrlich nicht aus. Eine große Freianlage mit Sport- und TennisplĂ€tzen gab es ja schon. Der erste Vorsitzende Klaus Lehmann hat wĂ€hrend seiner Amtszeit von 1988 bis September 1991 den Kampf um eine neue Halle nie aufgegeben. FĂŒr den TSV Heidenau hat er fast alles erreicht, dieser Wunsch wurde ihm jedoch nicht erfĂŒllt, so das unsere Ballspielenden Abteilungen bis heute ihre AktivitĂ€ten in Fremdhallen ausĂŒben mĂŒssen. Dieses ist natĂŒrlich mit hohen Fahrtkosten verbunden, wofĂŒr uns die Gemeinde Heidenau mit ZuschĂŒssen allerdings entgegen gekommen ist. Diese werden bis heute gezahlt.

1989 konnte endlich die Tennisanlage eingeweiht werden. Unser sportliches Angebot ist durch die Jazz – Gymnastik erneut erweitert worden. Erfreuliches gab es auch der Kegelabteilung, in der einige Mitglieder beachtliche Erfolge erzielten.

Vereinsgeschichte – die 90er

1990 Nach dem Wegfall der Innerdeutschen Grenze konnte nun endlich mit den neuen BundeslĂ€ndern ein uneingeschrĂ€nkter – sprich ein normaler – Sportbetrieb wieder aufgenommen werden. Im Januar erfolgte der Sportbesuch der BSG-BVB Berlin mit den Herrenmannschaften im Handball und Fußball. Im Mai dann die Internationalen Handballtage mit den Mannschaften von BSG-BVB Berlin und BSC Motor Heidenau / Sachsen sowie Mannschaften aus DĂ€nemark, Holland, Heide / Holstein und Hamburg-Blankenese. Zwischen dem TSV Heidenau und Heidenau / Sachsen fanden nicht nur sportliche Begegnungen statt, es wurden auch private Freundschaften geknĂŒpft, die bis heute anhalten.

In der Zeit, wo das Angebot der Fitness-Center immer grĂ¶ĂŸer wurde, machte sich besonders in der Handballabteilung das Fehlen einer eigenen Sporthalle im Ort bemerkbar. Mancher Sportler widmete sich dem individuellen Sport. Als Sportverein mußten wir uns der großen Konkurrenz der attraktiven Freizeitangebote stellen. Mit gut ausgebildeten Übungsleitern und einem vielseitigen sportlichen Angebot entgegneten wir der Konkurrenz.

1991 Im Februar 1991 auf der JHV wurde mit Helga Lau erstmalig in der Vereinsgeschichte eine Frau zur 2.Vorsitzenden gewĂ€hlt. Die SatzungsĂ€nderung zu § 11 Absatz 1 wurde am 15.03.1991 in das Vereinsregister eingetragen. In diesem Jahr waren einige schmerzliche AbgĂ€nge zu verzeichnen. Klaus Lehmann, 1.Vorsitzender seit 1988 legte sein Amt vorzeitig zum 30.09.1991 aus privaten und beruflichen GrĂŒnden nieder. Bis zur Wiederwahl eines neuen Vorsitzenden wurde der Verein vertreten durch die 2.Vorsitzende und den Kassenwart.

Der Übungsleiter der Turnabteilung “ Jungen „, Gustav Nikolaj, gab seine Funktion zum 30.06.1991 auf. Gustav Nikolaj hat sich durch Engagement und großem Einsatz in diesem Bereich sehr verdient gemacht. Seine “ Jungen’s “ liebten Gustav, ohne ihn lief nichts. Trotz intensiver BemĂŒhungen war es nicht gelungen einen Nachfolger zu finden. Die Abteilung Jungenturnen bestand von 1970 – 1991. Neu im Angebot des TSV ab August 1991:

Gesundheitssport im Turnverein – alles Gute fĂŒr den RĂŒcken

1992 Im Januar 1992 wurde JĂŒrgen Homberger zum neuen 1.Vorsitzenden des TSV gewĂ€hlt. Sein erklĂ€rtes Ziel war es, geeignete Trainingsmöglichkeiten fĂŒr den Verein zu schaffen. Trotz guter Zusammenarbeit mit dem BĂŒrgermeister und dem Gemeinderat konnte auch er den Erweiterungsbau der Turnhalle nicht realisieren.

Die 1.Herren Handballmannschaft ist in die 2.Kreisklasse abgestiegen. In der nĂ€chsten Saison wird es diese Mannschaft nicht mehr geben. Die Sportkegler haben die Saison 91/92 erfolgreich beendet. Die 3.Mannschaft ist Aufsteiger in die Kreisliga. Im Dezember 1992 konnte ein Sportlehrer als Nachfolger fĂŒr Gustav Nikolaj gefunden werden. Das Jungenturnen wurde wieder aufgenommen, aber leider nicht lange, denn der neue Übungsleiter wurde beruflich versetzt und die Gruppe mußte erneut aufgelöst werden. Eine Jazz – Tanzgruppe fĂŒr 9 – 13 jĂ€hrige wurde neu im Angebot aufgenommen.

Zum Auftakt der Saison 92/93 löste sich die Jugendfußballabteilung aus der Spielgemeinschaft “ JSG Westheide “ und grĂŒndete mit unserem Nachbarverein die „JSG Heidenau / Holvede – Halvesbostel“ die bis heute hervorragend harmoniert. Die Altherren Fußballer der SG Heidenau / Wistedt wurde Samtgemeinde Pokalsieger 1992.

1993 Herrenfußball ist wieder auf dem aufsteigenden Ast, der Aufstieg in die 1.Kreisklasse wurde geschafft. Aus der Handball Jugendabteilung wurden 2 Spielerinnen und 1 Spieler zum Kreisauswahltraining eingeladen. Ende 1993 wurde ĂŒber die Anschaffung einer neuen Flutlichtanlage abgestimmt.

Nach langem hin und her rechnen war die finanzielle Seite geregelt und es wurde zugestimmt. Die GemeinnĂŒtzigkeit wurde beim Finanzamt beantragt und im Februar 1994 in das Vereinsregister eingetragen.

1994 Wir hatten es geschafft. Die neue Flutlichtanlage stand, es wurde viele Jahre dafĂŒr gespart. Die Gemeinde Heidenau gab uns hierfĂŒr einen krĂ€ftigen Zuschuß. Da die grĂ¶ĂŸte Arbeit durch Eigenleistung erbracht wurde, konnten wir uns eine Top-Anlage aufbauen. Freiwillige Helfer waren vor allem: GĂŒnter Fitschen, Hans-Jörn Rauch, Uwe Lohmann, Frank Aldag, Klaus Wannöffel und einige Jugendspieler. Die Erdarbeiten ĂŒbernahm Herbert „Gallo“ Heidrich. Im Oktober 1994 wurde anlĂ€ĂŸlich des 70. Geburtstages unseres Vereins zu einem Tanzfest eingeladen. Trotz Einladungen an alle Haushalte nahmen nur ca. 50 FestgĂ€ste teil. Schade, der Festausschuß hatte viel Zeit in die Vorbereitung dieses Festes investiert und war nach dem Reinfall natĂŒrlich enttĂ€uscht.

1995 Die WirbelsĂ€ulengymnastik, die wir seit 1991 anboten, wurde so gut angenommen, daß wir die Aktiven aufgrund der großen Nachfrage in drei Gruppen aufteilen mußten.

Hatten wir die Jahre vorher immer eine gute Beteiligung bei der Abnahme des Sportabzeichens, so war es in diesem Jahr wie verhext. Alles war gut vorbereitet, aber kein Absolvent kam. Unsere Übungsleiterin fĂŒr Damen Gymnastik Monika Bartz ist seit 25 Jahren noch immer mit Elan dabei. Seit 20 Jahren besitzt sie die Übungsleiter Lizenz.

1996 Der seit 1992 1.Vorsitzende JĂŒrgen Homberger legte sein Amt am 21.10.1996 vorzeitig nieder. Vertreten wurde der Verein durch die 2.Vorsitzende und den Kassenwart. Nun mußte ein Nachfolger gefunden werden, was nicht einfach war. Immer weniger Menschen stellen sich fĂŒr ein Ehrenamt zur VerfĂŒgung.

Im November wurde in Zusammenarbeit mit der Volksbank Heidenau eine Tischtennis Mini Meisterschaft ausgetragen. Bei dieser Gelegenheit konnten die Kinder auch den neuen Übungsleiter kennenlernen.

Der Sport war im Umbruch, die Sportvereine mußten dieser Entwicklung Rechnung tragen. Es gab ein neues SportverstĂ€ndnis, der Trend hin zum Freizeitsport war nicht mehr zu ĂŒbersehen, so das wir uns noch mehr anstrengen mußten. Wir brauchten qualifizierte Übungsleiter, um unseren Standard zu halten. Wir durften den Anschluß an die neue Gesundheitswelle „Gesund und fit im Alltag“ nicht verpassen. FĂŒr die Jugend zwischen 13 und 15 Jahren wurde ein Spiele Abend eingerichtet. Mit Badminton, Volleyball, Basketball oder Fußball konnte man sich in der Halle fit machen. Den vielen Heidenauer Neu-BĂŒrgern, besonders den jungen MĂŒttern, wollten wir eine BegegnungsstĂ€tte zum Erfahrungsaustausch und zum „klönen“ schaffen, eine Krabbelgruppe wurde ins Leben gerufen. Mittwochs traf man sich in der Turnhalle. Nach 2 Âœ Jahren schlief diese Abteilung leider wieder ein. Mangel an Kindern war nicht der Grund, aber keine der MĂŒtter war mehr bereit, die SchlĂŒsselgewalt zu ĂŒbernehmen.

1997 In den Vorjahren waren sich Schule und Sport nĂ€her gekommen. Es gab einen regen Austausch und eine gute Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports. KrĂ€ftige UnterstĂŒtzung hatten wir durch die Lehrerschaft der GS Heidenau, um die Kinder fit zu machen fĂŒr das Sport- und Kinderturnabzeichen. Im Juni 1997 wurde das Schulfest und das alle 2 Jahre stattfindende TSV Sportfest zum erstenmal gemeinsam ausgetragen.

Neu im Tennis Club Heidenau war das Schnupper Angebot fĂŒr Kinder ab 10, einmal wöchentlich kostenlos Tennis zu spielen. Erstmalig ab MĂ€rz wurde Gesundheitssport fĂŒr Kinder angeboten. Im Herrenfußball schaffte die 1.Herren den Aufstieg und spielt in der höchsten Klasse auf Kreisebene, in der Kreisliga. Die 2.Mannschaft ist ebenfalls aufgestiegen und spielt in der A – Klasse.

Wir haben es geschafft, ein neuer 1.Vorsitzender war gefunden, GĂŒnter Fitschen. Um den Wahlrhythmus wiederherzustellen, dauerte die erste Amtsperiode nur 1 Jahr. Wir hofften, daß er auch fĂŒr weitere Jahre zur VerfĂŒgung stehen wĂŒrde. Wie alle 1.Vorsitzenden vor ihm hatte auch er ein Ziel vor Augen. Mit dem Bau eines Vereinshauses sollte ein weiteres Kapitel in der Vereinsgeschichte geschrieben werden. Nur durch die finanziellen ZugestĂ€ndnisse der Gemeinde Heidenau kann dieses Kapitel abgeschlossen werden. Ein Bauausschuß wurde ins Leben gerufen, und die Planungen konnten beginnen.

1998 Im Januar 1998 wurde einer Beitragserhöhung zugestimmt. Im Februar feierte unsere Wanderabteilung ihr 10 jĂ€hriges JubilĂ€um. Am 15.02.1998 trafen sich 102 Teilnehmer, um an der JubilĂ€umswanderung teilzunehmen. Auf ein Startgeld wurde verzichtet, statt dessen wurde eine Sammelaktion fĂŒr unser Vereinshaus durchgefĂŒhrt. 390,– DM wurden auf der

„Rast- und Tankstelle“ ĂŒberreicht, die von Hermann Grage spontan auf 500,– DM aufgerundet wurden.

Im MĂ€rz des Jahres wurde die Karateabteilung um eine Gruppe fĂŒr Kinder ab 6 Jahren erweitert. Ein Selbstverteidigungskurs fĂŒr MĂ€dchen und Frauen fand dagegen kein Interesse.

Am 15.04.1998 ist Baubeginn des Vereinshauses auf dem SportgelĂ€nde. Es werden 120 mÂł Erde bewegt. Frank Lohmann fĂŒhrte diese Arbeiten unentgeltlich aus. Die Grundsteinlegung wurde am 20.06.1998 vollzogen.

In diesem Jahr konnten wir eine Übungsleiterin fĂŒr Kindertanz engagieren, zur großen Freude unserer Kinder ab 4 Jahren. Um auch sogenannte Trendsportarten anbieten zu können, wurde eine Aerobic Gruppe gegrĂŒndet. Daneben bleibt die Jazz – Tanzgruppe weiterhin bestehen.

FĂŒr unsere gesundheitsfördernden Bewegungsangebote „Funktionsgymnastik und Förderturnen fĂŒr Kinder“ haben wir den „Pluspunkt Gesundheit DTB“ fĂŒr 2 Jahre erhalten.

Im September war Richtfest unseres Vereinshauses. Der 1.Vorsitzende GĂŒnter Fitschen konnte fast 100 Mitglieder, GĂ€ste und BĂŒrger unseres Ortes begrĂŒĂŸen. Bei der Ausrichtung dieses Festes gebĂŒhrt unserem Festausschuß ein riesiges Lob fĂŒr die Organisation. Die schnelle Entwicklung des Rohbaus war nur möglich durch die tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung der zahlreichen Heidenauer Handwerker und Helfer, die seit Baubeginn 1.700 Arbeitsstunden investierten.

Zum 9.Viking Cup besuchten uns die schwedischen Jugendfußballer aus Kalmar und BĂ€ckebo. Eine erfreuliche Entwicklung hat der Jugendfußball mittlerweile genommen, auch was die Schiedsrichter betrifft. Durch die UnterstĂŒtzung unserer erfahrenen Schiedsrichter JĂŒrgen Schamper, Sven Fitschen und Alexander Kisil haben unsere Jugendlichen Ole Kröger, Malte Detjen und Tobias Stegmann ihren Schiedsrichterschein erworben. An UnterstĂŒtzung der Erwachsenen (Jugendbetreuer, Schiedsrichter usw.) fehlt es aber leider an allen Ecken und Kanten, so das die Ehrenamtliche TĂ€tigkeit mittlerweile auch schon von unseren jugendlichen ausgefĂŒhrt werden muß.

1999 Der Bau des Vereinshauses kommt gut voran, auch die Finanzierung lÀuft wie geplant. Spenden werden aber immer noch gern entgegengenommen.

Unser Kassenwart Hans-Jörn Rauch legt sein Amt nach 22 Jahren nieder. Sein Sohn Michael ĂŒbernimmt das Amt. Der Trainer der 1.Herren Fußballmannschaft, Dieter Lange, hat sein Amt zur VerfĂŒgung gestellt. Trainiert wird die 1. und 2. Herrenmannschaft jetzt von Stefan Haller und GĂŒnther Meier.

Im Handball mußten 2 Mannschaften vom Spielbetrieb zurĂŒckgezogen werden. Unsere Damen haben im April ihr MeisterstĂŒck gemacht und schafften den Aufstieg in die Kreisliga ohne Punktverlust.

Unser langjĂ€hriger Platzwart Arno Wannöffel ist leider verstorben, die Arbeiten am Sportplatz hat Alfred Meyer ĂŒbernommen, unterstĂŒtzt wird er von Hans-JĂŒrgen Marquardt und GĂŒnter Aldag.

Im Jugendfußball sind mittlerweile 11 Mannschaften innerhalb der JSG gemeldet, von denen die C- und E-Jugend am erfolgreichsten spielen.

Ein schwerer Schlag fĂŒr die Sportvereine war die Bonner Steuerreform, die ab 01.04.1999 in Kraft trat. Sollte die Neuregelung der 630 Mark Jobs nicht mehr geĂ€ndert werden, kommen auf alle Vereine schwere Zeiten bezĂŒglich der Übungsleiter zu.

1999 ist unser JubilĂ€umsjahr, wir werden 75 Jahre alt und fĂŒhlen uns doch noch jung. Die Vorbereitungen fĂŒr das JubilĂ€um laufen auf Hochtouren. Ein Festprogramm wurde erarbeitet, Einladungen wurden verschickt, ArbeitsablĂ€ufe koordiniert, es muß schließlich alles stimmen. Der Festausschuß ist am wirbeln, aber es wird schon alles klappen.

Gemessen an allen Sparten im TSV können wir auf eine positive Entwicklung zurĂŒckblicken.

Zur Zeit werden folgende Sportarten angeboten: Fußball, Handball, Karate, Mutter- und Kindturnen, Kinderturnen, Kindertanz, Gymnastik, Aerobic, Jazz – Tanz, Tischtennis, Kegeln, Tennis, Wandern und Funktionsgymnastik „Alles Gute fĂŒr den RĂŒcken“.

Wir meinen, daß mit diesem Angebot fĂŒr jeden Heidenauer BĂŒrger eine Sportart dabei ist, die seinen Neigungen und FĂ€higkeiten entspricht.